Kulturelle Sehenswürdigkeiten im Familiental

Kirche St. Andreas in Innerkrems


Die Pfarrkirche St. Andreas in „Kremsalpe“, wie die Pfarre heute noch heißt, finden wir 1444 zum ersten Mal genannt, doch muss die Begründung der Kirche schon um die Wende des 14. Jahrhunderts erfolgt sein, da sie in engem Zusammenhang mit dem Aufkommen des Eisenbergbaues steht.

Für das Jahr 1486 wurde in einem Kaufbrief der Vikar Hainrich Pukhreis genannt. In den Wirren der Reformation und Gegenreformation wurde der katholische Pfarrer Peter Lessacher in der Kremser Pfarre eingesetzt. Doch trat dieser- wie der Großteil der Bergarbeiter – auch zur Lutherischen Konfession über, weshalb ihn der Erzpriester aufforderte, binnen eines Monats die Pfarre zu räumen. Die Knappen ließen den beliebten Predikanten nicht ziehen und wandten sich an den Kärntner Landtag. Nach vielen Jahren des Streites um Peter Lessacher, der „das Volk an allen Orten an sich zog“, musste der geschätzte Pfarrer dann doch die Krems verlassen.

Um 1686 lebten 257 Seelen in der Krems, trotzdem wurde die Kirche in der Folge von St. Peter im Katschtal aus betreut, obwohl die Grafen Lodron sehr bemüht waren, in der Krems eine eigene Kuratie zu erhalten. Im Jahr 1803 wurde eine neue Sakristei gebaut. 1898/99 das Dach neu errichtet.

Die Kirche ist ein gotischer Bau mit drei Altären, einer Empore und einer holzgeschnitzten Kanzel. Im Glockenturm hängt eine neue Glocke, die alte aus dem Jahre 1802 bekam einen Sprung und wurde deshalb ersetzt. Sehenswert ist das große Epitaph des Daniel Aschauer, Unterhauptmann aus Gmünd aus dem Jahr 1591 mit einer Darstellung der Auferstehung Christi und des Stifters selbst mit seiner Gattin und den Kindern, die an einer Seuche gestorben waren.

Kunsthistoriker schätzen dieses Gemälde als eine frühe Form des Comics, denn die abgebildeten Figuren äußern sich in Sprechblasen. Im selben Jahr starb auch Jakob Türk, Besitzer der Eisenwerke und Erbauer des bekannten „Türggenhauses“ in Eisentratten; er liegt hier begraben, wie eine Inschrift an der rechten Wandseite bezeugt.

Mit der Stilllegung der Kremser Eisenwerke verließen viele Knappen mit ihren Familien die Pfarre. Die Betreuung der wenigen Dagebliebenen übernahm die Pfarre Kremsbrücke bis 1983, danach die Pfarre St. Peter im Katschtal.

Öffnungszeiten

Frei zugänglich bzw. während der Gottesdienste.


Kontakt

Pfarre St. Peter im Katschtal
9863 Rennweg, St. Peter 16
0043 (0)4734 262
stpeter-katschtal@kath-pfarre-kaernten.at

 

 

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