Brauchtum

Tafeln in Pleßnitz in Krems in Kärnten


Der Ort Pleßnitz wurde 1148 zum erstenmal genannt. Das am Südende der Ortschaft stehende Kirchlein ist dem Hl. Johannes geweiht. Er wurde 1485 zum erstenmal erwähnt. In dieser schmucken alten Kirche befindet sich ein holzgeschnitztes Johanneshaupt, das der Mittelpunkt eines einmaligen Brauches ist.

Am Gründonnerstag und Karfreitag gehen die Kinder unter Betätigung eines merkwürdigen Klapperinstruments, der „Tafel“, dreimal um die Kirche. Der Lärm wird noch durch mitgetragene „Ratschn“ verstärkt. Anschließend wird durch das ganze Dorf „getafelt“, bis am Ortsende bei einer Kapelle halt gemacht wird.

Hier legen die Kinder ihre „Lärminstrumente“ weg und beten einen Rosenkranz, denn hier soll das legendäre und wundertätige Johanneshaupt gefunden worden sein. Dann geht es nach einem anderen Weg zurück ins Dorf. Wenn der nun schon von den Erwachsenen erwartete Zug zum kleinen Brücklein kommt, rufen die Kinder „Toad aue“ (Tod heraus). Kaum ist der Ruf verhalt kommt auch schon der Tod aus seinem Versteck uns schlägt auf die Kinder ein. Mit Geschrei setzt sich der Zug fort, bis die Friedhofstüre erreicht ist, denn nun sind alle vor dem Zugriff des Todes sicher. Wieder gehen die „Tafler“ dreimal um die Kirche, später beten sie gemeinsam einen Rosenkranz.

Noch viel später schleicht der Tod im Schatten der Häuser umher, um den Heimwärtsgehenden seine „Zusel“* spüren zu lassen.

* Ein mit Jauche getränktes Tuch

 

Kontakt

Tourismusverband Krems in Kärnten
Tel.: 0043 (0)4736 211 (Herr Frühauf)
 

 

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