Kulturelle Sehenswürdigkeiten im Familiental

Kirche St. Nikolai in Kremsbrücke


Nördlich von Kremsbrücke erhebt sich auf einem Bergsporn das Dorf St. Nikolai, das die Bundesstraße in weitem Bogen umzieht. Hat man diesen Sport umfahren, so wendet sich die Straße wieder nordwärts, um in gerader Richtung mit ziemlicher Steigung den Rauchenkatsch zu erklimmen. Am Fuße des Berges beginnt der Güterweg auf den Burgstallberg, der im Jahre 2005 in privater Eigeninitiative von den Burgstallberger Bauern asphaltiert wurde.

St. Nikolai mit seiner alten Kirche scheint das Liesertal fast abzusperren, so beherrschen ist seine Lage. Die Bewohner dieses kleinen Dorfes haben im Ablauf der Jahrhunderte viel gesehen und erlebt, führte doch der Verkehrs- und Handelsweg nach Salzburg direkt durch ihr Dörfchen.
Die Anfänge von St. Nikolai reichen weit in die Vergangenheit zurück. Seine Kirche wird erstmals als Filiale von St. Peter im Katschtal in einer Urkunde von 1351 genannt, als „Otto der Caetzer“ – der salzburgische Lehenträger auf der Burg Rauchenkatsch – zum neuen Altar in St. Nikolai eine kleinere Hube in der „Chrembs“ stiftete. Damals stand hier bereits eine romanische Kirche, woran der an der Nordseite stehende Turm mit dem flachen Pyramidenhelm und den gekuppelten Bogenfenstern erinnert. Die außerordentlich dicke Turmmauer spricht dafür, dass diese Kirche wie viele andere aus dieser Zeit als Wehrkirche erbaut wurde.

Die gegenwärtige Kirche stammt aus dem Beginn des 16. Jahrhunderts und enthält so manche baugeschichtlich und künstlerisch interessante Besonderheit. In einer Nische neben dem Eingang steht eine beschädigte Steinfigur des Hl. Nikolaus aus dem beginnenden 15. Jahrhundert. Diese Kirche war lange Zeit eine Filiale von St. Peter und wurde nach ihrem Umbau im Jahr 1513 vom Bischof von Chiemsee eingeweiht. Der Kaplan von St. Peter hatte die Seelsorge für die Angehörigen von St. Nikolai sowie jener der Andreaskirche in Innerkrems inne.
Wegen der weiten Entfernungen war dies ein sehr schweres Amt, dazu kam noch die Glaubensspaltung, die besonders zu den Knappen in der Krems tiefe Gräben aufriss.

Vor der Kirche in St. Nikolai befand sich ein „Pranger“, wo Bewohner dieser Gegend wegen kleineren Vergehen an den Sonntagen dem öffentlichen Gespött ausgestellt wurden. Die Bauern hatten auf Befehl des Landgerichtes Rauchenkatsch auf zwei Holzschragen eine niedere Bühne errichtet. In Halshöhe war an der Säule ein starker Eisenring befestigt, an welchen die Sünder angekettet wurden. Begüterte Untertanen konnten sich von der Schandstrafe freikaufen. Erst Kaiser Joseph II. räumte um 1780 mit dieser schändlichen Einrichtung für immer auf.

Öffnungszeiten

Von außen zu besichtigen bzw. während der Gottesdienste.


Kontakt

Pfarre St. Peter im Katschtal
9863 Rennweg, St. Peter 16
0043 (0)4734 262
stpeter-katschtal@kath-pfarre-kaernten.at

 

 

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