Kulturelle Sehenswürdigkeiten im Familiental

Kirche St. Lucia Altersberg in Trebesing


Das kleine, freundliche Dorf Altersberg liegt in 940 Meter Höhe direkt ober der Straße ins Liesertal, wenige Kilometer nördlich von Spittal. Obwohl die Tauernautobahn in direkter Nähe liegt, herrscht hier eine angenehme, ländliche Stille.

Die kleine, langgestreckte Pfarrkirche stammt aus dem 17. Jhdt

und ist der heiligen Lucia geweiht. Im Bogenfeld der nördlichen Schrägwand steht auch eine Statue der heiligen Ottilie. Beide Frauen werden als Augenpatroninen verehrt, so ist es auch kein Zufall, dass das Wasser der Quelle, die genau unter dem linken Seitenaltar entspringt, vor allem bei Augenleiden angewendet wird. Der große Deckel am Fuße des Altars wird aufgeklappt und mit einem großen, hölzernen Schöpfer holt zumeist die Messnerin das Wasser aus ca. 1 Meter Tiefe herauf, um es in jene Behälter zu füllen, die Hilfesuchende, oft auch von weither, selbst mitbringen.

Ein Bericht über eine Visitation im Jahre 1645 bekundet, dass diese Augenquelle eine sehr lange Tradition hatte. Man hat damals angeordnet, dem Ursprung des in der Kirche fließenden Wassers nachzugehen und es in einen Kanal abzuleiten, damit, wie es hieß, „die alte Andacht wegen der kranken Augen in Schwung gebracht werde und die Kirche selbst nicht zu Schaden komme“.

Man erzählt sich, dass dieses Wasser früher auch bei Tieren angewendet wurde.

Auszug aus: „Kärntner Sonntag“ vom 4. Juni 2000

Wo Augen heilen oder: Doppelt hält besser

Die kleine Bergkirche im Oberkärntner Ort Altersberg birgt eine wundertätige Quelle, die bei allen Augenkrankheiten Linderung verspricht.

Mobbing im Reich der Heiligen? Zumindest scheint es so in dem Bergkirchlein von Altersberg nördlich von Seeboden in Oberkärnten. Das der heiligen Luzia geweihte Gotteshaus birgt neben der Statue dieser sizilianischen Märtyrerin die der heiligen Ottilie. Beide Frauen sind Patroninnen des Augenlichts und in dieser Funktion auch Konkurrentinnen. Als Attribute präsentieren beide zwei Augen, Luzia in einer Schüssel, auf einem Buch. Doch weniger dieses Nebeneinander der Heiligen als vielmehr die in dem Gotteshaus befindliche Quelle ist Anziehungspunkt der Kirchenbesucher. Sie befindet sich – ganz unspektakulär und für Uneingeweihte kaum ersichtlich – unter einer kleinen Falltür vor dem nördlichen Seitenaltar. Wie bei der viel bekannteren Rosalien-Quelle auf dem Hemmaberg, gilt das Quellwasser, mit dem man die Augen benetzt, als heilend.

Von Blindheit geheilt

Zurück zu den beiden Heiligen, die im Zusammenspiel österreichweit einmalig sind. Belegt ist, dass ursprünglich die heilige Luzia, die um das Jahr 300 ihres Glaubens wegen in Syrakus hingerichtet wurde, in Österreich sukzessive von der heiligen Ottilie (7. Jahrhundert) verdrängt wurde. So zählt Erstere, die heute vor allem in Nordeuropa (Schweden) verehrt wird, in unserem Land vier Heiligtümer, davon drei in Kärnten. Neben Altersberg sind dies die Filialkirchen in Rupertiberg bei Ludmannsdorf und Tratten im Unteren Gailtal.
Warum im Laufe der Zeit Ottilie, eine Herzogstochter aus dem Elsaß, die als Klostergründerin und geheilte Blinde in die Heiligengeschichte einging, von der Kirche bevorzugt und an Stelle der Luzia gesetzt wurde, ist nicht mehr eindeutig nachvollziehbar. Sie besitzt österreichweit 13 Heiligtümer meist an Heilquellen gelegen. In Kärnten ist sie nur einmal vertreten – eben in der einmaligen „Doppelconferénce“.

Wer den auf über 900 Meter liegenden Ort Altersberg besucht, dem sticht die kleine Pfarrkirche sofort ins Auge. Allein schon wegen ihres leicht schiefen, zwiebelbehelmten Turms, der unüblicherweise im äußersten Osten über der im Barock angebauten Sakristei steht. Den Schlüssel zum Gotteshaus erhält man jedoch nicht im Ort selbst, sondern in der etwas höher gelegenen Siedlung Pirk, Nummer eins, wo die Messnerin Christine Graf gern auch Auskünfte erteilt.

Öffnungszeiten

Nur von außen zu besichtigen!
Anmeldungen bitte bei Frau Frau Graf 0043 (0)4732 3109
Gottesdienste: jeden 1., 2. und 3. Sonntag im Monat um 8.30 Uhr


Kontakt

Röm. Kath. Pfarramt Gmünd
9853 Gmünd, Kirchgasse 36
Tel.: 0043 (0)4732 2289
pfarre.gmuend@aon.at

 

 

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