Kulturelle Sehenswürdigkeiten im Familiental

Kirche Maria Trost in Kremsbrücke


Kremsbrücke besaß bis 1640 keine Kirche. Die Bewohner des Dorfes gehörten zur einen Kilometer weit entfernten Pfarre St. Nikolai.

Dort liegt auch heute noch der Friedhof der Pfarrgemeinde. Am 30. Jänner 1640 traten die Beamten des Hauptzollamtes in Kremsbrücke an den Erzbischof von Salzburg mit der Bitter heran, hier eine Kapelle erbauen zu dürfen. Auch der habsburgische Landesfürst wurde kontaktiert, Kaiser Ferdinand III. beabsichtigte, die Kapelle nicht nur für die Dauer des Bestehens des Hauses Habsburg zu erhalten, sondern sie auch mit allen notwendigen Bedürfnissen zu versehen.

Nach Verhandlungen wurde die Kapelle „Unserer Lieben Frauen“ von den Zollbeamten erbaut und am 18. März 1646 vom Bischof von Gurk eingeweiht. Über dem Haupteingang zeugt noch gegenwärtig eine Inschrift von der Stiftung durch Kaiser Ferdinand. Auf dem Deckel der Kanzel ist neben den Symbolen der Evangelien auch der österreichische Reichsadler zu sehen. Mit der Erteilung des Gottesdienstes wurde der Pfarrer von St. Peter im Katschtal betraut, der dafür von der Hofkammer jährlich 100 Reichstaler erhielt. Später forderten die Zöllner einen eigenen Geistlichen, den sie schließlich erhielten, aber aus den Zolleinnahmen erhalten mussten. Wegen der Besetzung dieser Pfarrstelle gab es immer wieder Streit und Unstimmigkeiten, weil die geldkräftigen Zöllner dabei ein kräftiges Wort mitreden wollten.

Im Jahr 1788 empfahl der Erzpriester zu Gmünd die Auflassung der Kapelle in Kremsbrücke, da hier nur 147 Seelen zu versorgen waren. Vierzig Jahre später änderte sich jedoch die Situation: Die Kapelle wurde baulich erweitert und die Kuratie von St. Nikolai nach Kremsbrücke übertragen.

Die Pfarrkirche Maria Trost ist ein schlichter Bau im Barockstil des 17. Jahrhunderts. Sie hat eine Länge von 22m und eine Breite von 7m. Im Jahr 1874 wurde der Kirchturm errichtet; die Holzkonstruktion wurde 1958 außen mit Mörtel verputzt. Die Zwiebel des Turmes ist aus Kupferblech, das Geläut besteht aus drei Glocken. Im Jahre 1964 wurde die Kirche mit Eternitschiefer neu eingedeckt und mit einer neuen Außenfassade versehen.
Die Pfarre wird seit 1983 von St. Peter im Katschtal aus betreut.

Öffnungszeiten

Frei zugänglich bzw. während der Gottesdienste.


Kontakt

Pfarre St. Peter im Katschtal
9863 Rennweg, St. Peter 16
0043 (0)4734 262
stpeter-katschtal@kath-pfarre-kaernten.at

 

 

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